Seminarplan

Prof. Dr. Bohnet/Prof. Dr. Hu Jingbei                                                          SS 2002-2003

CDHK, Tongji-Universitaet, Shanghai

 

Seminarplanung

Eigentumsordnung und Privatisierung

im Rahmen der Lehrveranstaltung Geldtheorie und Geldpolitik

in der Zeit vom 04.06. – 10.06.2003

 

 

Datum

Themen

Referenten

04.06.2003

Theoretische Grundlagen der Eigentumsordnung und Privatisierung, insbesondere bei Karl Marx und der Property-rights-Schule

Gruppe 1:

 90,73

95,65,

81,85,

84

05.06.2003

Privatisierung in Westdeutschland mit praktischen Beispielen

Gruppe 2:

77,79,

71,88,

66,68,

69,75

06.06.2003

Privatisierungspolitik in Ostdeutschland durch die Treuhandanstalt

Gruppe 3:

92,93,

82,70,

87,76

83

09.06.2003

Privatisierung in Russland

Gruppe 4:

96,89,

80,91,

 高,

10.06.2003

Eigentumsreformen in China

Gruppe 5:

19,74,

72,84,

94,78,

67

Bem.: Zahlen sind die letzten zwei Ziffern der Studenten-Nummern eines(r) jeden Studenten/in. Der/die erstgenannte Student/Studentin ist Vorsitzender/Vorsitzende der jeweiligern Referenten- gruppe.

 

 

Prof. Dr. Bohnet/Prof. Dr. Hu Jingbei                                            SS 2002-2003

CDHK, Tongji-Universitaet, Shanghai

 

Eigentumsordnung und Privatisierung

Literaturhinweise

 

Zu Thema 1

Bohnet, A.., 1986, Elemente einer allgemeinen Theorie der Wirtschaftsordnung, in: Jahrbuecher fuer Nationaloekonomie und Statistik, Band 201/4, 1986, S. 378 – 403, insb. S. 385 – 391.

Bohnet, A.. Property rights, Manukript der Universitaet Giessen

 

Zu Thema 2

Bohnet, A./Mueller, F., Die oeffentlichen Unternehmen in den alten Laender der Bundesrepublik Deutschland: Gewicht, Ziele und Leistungsfaehrigkeit, Manukript der Universitaet Giessen

Bundesfinanzministerium der BRD, 2002, Perspektiven der Privatisierungspolitik des Bundes, sieht: www. Bundesfinanzministerium.de/Anlage1832

Bundesfinanzministerium der BRD, 2001, Privatisierungsverfahren des Bundes, dargestellt am Beispiel der Teilprivatisierung der JURIS GmbH, sieht: www. Bundesfinanz- ministerium.de/Anlage8150

 

Zu Thema 3

Leipold, H., Privateigentum und Privatisierungspolitik in der Bundesrepublik Deutschland, Manukript der Universitaet Giessen

Stahl,M., 1995; Buyouts zur Privatisierung in den Transformationslaendern Mittel- und Osteuropas, Wiesbaden: Dt. Univ-Verl.; Wiesbaden: Gabler, insb. S. 37-48 (Buyout-Transaktionen als Methode der Privatisierung), S. 193-200, S. 215-229  (Privatisierungs-Buyouts in Ostdeutschland)

 

Zu Thema 4

Siehl, E., 1998, Privatisierung in Russland: Institutioneller Wandel in ausgewaehlten Regionen, Wiesbaden: Dt.Univ-Verl: Wiesbaden: Gabler, insb. S. 141-224..

 

Zu Thema 5

Bohnet, A./Hong, Z., 1996, Wirtschaftsreformen und Privatisierung, in:Ost-West-Contact, Nr. 1, S. 26-29.

Seeger, A., 2001, Die Privatisierung von Staatsunternehmen in der VR China – Bedingungen, Transformationsprobleme, Perspektiven, S. 61-75 (Privatisierungstechniken), S. 211-249 (Anwendeungsmoeglichkeiten der Privatisierungstechniken)

Chinesischspraechige Literatur zum Privatisierungsprozess Chinas und dessen Fallstudien sollen Studenten/innen selbst suchen.

 

Wichtig: Obige deutschsprachige Literatur kann ab dem 20. 02. 2003 im Lehrstuhl des Stifterverbandes fuer die Deutsche Wissenschaft am CDHK eingesehen und zum Kopieren ausgeliehen werden.

 

Bemerkungen

fuer die teilnehmenden Studierenden am Blockseminar ueber Eigentumsordnung und Privatisierung im Rahmen der Lehrveranstaltung Geldtheorie und Geldpolitik

in der Zeit vom 04.06. – 10.06.2003

 

1.       Jede(r) Student/in muss ein Thema aus den vorgegebenen fuenf Themen auswaehlen.

2.       Jede(r) Student/in soll das gewaehlte Thema selbstaendig bearbeiten und die relevante Literatur in Chinesisch, Deutsch und Englisch suchen und auswerten. 

3.       Die vom Dozenten zur Verfuegung gestellte Literatur soll sorgfaeltig, kritisch und analytisch verarbeitet werden. Diese Literatur reicht fuer die Verfassung einer Hausarbeit aber in keinem Sinne aus. Deshalb sollen die Studenten die No.2 dieser Bemerkungen beachten.

4.       Die Hausarbeit muss in der deutschen Sprache geschrieben werden. Ihr Umfang sollte zwischen 8 und 10 Seiten liegen. Die Formatierung der Arbeit erfolgt nach besonderen Anweisungen fur die Gestaltung der Hausarbeit.

5.       Arbeiten ueber das Thema 5 koennen sich ausschliesslich mit den Phaenomenen der chinesischen Privatisierung von Staatsunternehmen auseinandersetzen, ohne auf deutsch- bzw. englischspraechigen Literatur explizit angewiesen zu sein. Die Studenten, die zustaendig fuer Thema 5 sind, sollten sich aber mit der vom Dozenten zur Verfuegung gestellten Literatur vertraut machen. 

6.       Die Dateinamen v

中德学院经济管理专业硕士生入学考试复试经济学试卷(2006)

同济大学中德学院                                                                              20063

 

2006年招收攻读硕士学位研究生入学考试专业复试试题

考试科目:经济学

 

 

!!!所有答案必须写在答题纸上!!!

 

 (每小题5分,共50分)

写出下列概念的数学公式,并注意:

1)使用西方经济学教科书惯用的符号。否则请标出符号意义。

2)用数学方式。即使用文字,也须写成例如“平均成本=总成本/产量”形式。

 

1        需求弹性

2        企业利润最大化的条件

3        两商品互为互补品的条件

4        边际替代率

5         劳动的边际产量

6         柯布-道格拉斯生产函数  

7         等成本线

8      三部门经济的总需求公式

9        边际储蓄倾向

10      货币需求函数

 

!!!所有答案必须写在答题纸上!!!

 

 

祝考试顺利!!!


同济大学中德学院                                                                              20063

 

2006年招收攻读硕士学位研究生入学考试专业复试试题

考试科目:经济学

答题纸

 

考生编号_______________

 

总分_______________

(每小题5分,共50分)

写出下列概念的数学公式,并注意:

1)使用西方经济学教科书惯用的符号。否则请标出符号意义。

2)用数学方式。即使用文字,也须写成例如“平均成本=总成本/产量”形式。

 

      1.________________________________________________________

      2.________________________________________________________

      3.________________________________________________________

      4.________________________________________________________

      5.________________________________________________________

      6.________________________________________________________

      7.________________________________________________________

      8.________________________________________________________

      9.________________________________________________________

      10.________________________________________________________

   

 

祝考试顺利!!!

Blockseminar-Gliederung

Prof. Dr. Dr. h.c. Armin Bohnet

Prof. Dr. Jingbei Hu

 

 

Seminar am CDHK

vom 29. März bis 2. April 2005

über ausgewählte volkswirtschaftliche Probleme

 

 

Die Soziale Marktwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland

 

1. Thema: Liberalismus und Ordoliberalismus als Grundlage der Sozialen Marktwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland

2. Thema: Die Soziale Marktwirtschaft in Deutschland: Voraussetzungen für ihr Entstehen, ihre Leistungen und ihre Leistungsfähigkeit

3. Thema: Das Ziel der Vollbeschäftigung, empirische Befunde, Ursachen und  Maßnahmen zur Senkung der Arbeitslosigkeit in Deutschland

4. Thema: Altersicherung in Deutschland: Funktionsweise, aktuelle Probleme und Reformansätze

 

Literatur:

 

Armin Bohnet: Grundlagen der Wirtschaftspolitik, Manuskript Gießen 2004 – 4. Kapitel: „Wirtschaftspolitische Konzeptionen“ (Thema 1)

 

http://www.chancenfueralle.de./Lexikon/S/Soziale_Marktwirtschaft.html – Lexikon 8: Kurzbeschreibung „Soziale Marktwirtschaft“ (Thema 1)

 

www.tatsachen-ueber-deutschland.de/46.0.html – Wirtschaftsordnung und Wirtschaftspolitik (Thema 1) sowie Erwerbstätigkeit und Arbeitsmarkt (Thema 3)

 

Heinz Lampert: Die Wirtschafts- und Sozialordnung der Bundesrepublik Deutschland, 13. Auflage, 1997 – Zweiter Teil: Die Entstehung der Sozialen Marktwirtschaft (Seiten 73 bis 96) und Vierter Teil: Leistungen und Leistungsfähigkeit der Sozialen Marktwirtschaft (Seiten 315 bis 327) (Thema 2)

 

Armin Bohnet: Grundlagen …, 2. Kapitel (Seiten 45 bis 56) sowie 6. Kapitel ganz (Thema 3)

 

Armin Bohnet: Grundlagen …, 7. Kapitel, Teile 2.1, 2.2 und 2.4 (Thema 4)

 

www.chancenfueralle.de Lexikon R: Stichworte: Rentenversicherung, Rentenformel, Rentenanpassung, Demographiefaktor (Thema 4)


 

Globalisierung: Gefahr oder Chance?

 

1. Thema:   Was ist Globalisierung und welchen waren die wichtigsten auslösenden Faktoren?

2. Thema:   Welches sind die Vorteile und welches die Kosten der Globalisierung? Argumente pro und contra Globalisierung

3. Thema:   Wer sind die Gewinner und wer die Verlierer unter den Ländern der Erde und welches sind die wichtigsten Ursachen hierfür?

4. Thema:   Wer sind die Gewinner und wer die Verlierer unter den gesellschaftlichen Gruppen in einer Volkswirtschaft?

 

Literatur:

 

Norbert Berthold und Oliver Stettes: Wohlstand der Nationen oder wem nützt die Globalisierung? Wirtschaftswissenschaftliche Beiträge des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik der Universität Würzburg, Beiträge, Nr. 61, 2003

 

Henner Kleinewefers: Globalisierung. Arbeitspapier des Seminars für Wirtschafts- und Sozialpolitik der Universität Freiburg/Schweiz

 

Karl Wohlmuth: Chancen der Globalisierung – für wen? Berichte aus dem Weltwirtschaftlichen Kolloquium der Universität Bremen, Nr. 81. 2003

 

Wilhelm Kohler und Gabriel Felbenmayr: Effizienz und Verteilungswirkungen der Globalisierung, in: WISU, Heft 6/2002, Seite 843-851.

 

Ingo Pies: Globalisierung und Demokratie: Chancen und Risiken aus ökonomischer Sicht, IEW Diskussionsbeiträge 14.

 

Globalisation Guide.htm: The key questions on globalisation

 

International Monetary Fund: Globalization: Threat or opportunity? An IMF Issues Brief.htm.

 

Armin Bohnet und Margit Schratzenstaller: Gewinner und Verlierer der Globalisierung aus (intra)nationaler Sicht, in: List Forum für Wirtschafts- und Finanzpolitik, Heft 1, 2001


 

Korruption

 

1. Thema:   Theoretische Grundlagen – Prof. Bohnet

2. Thema:   Korruption – der Fall Russland

3. Thema:   Korruption – der Fall China

 

Literatur:

 

Armin Bohnet: Korruption – ein notwendiges Übel unserer Zeit?, Manuskript, Gießen 2002

 

Markus Taube und Matthias Schramm: Institutionenökonomische Anmerkungen zur Einbettung von Korruption in das Ordnungssystem chinesischer Guanxi-Netwerke, in: Duisburger Arbeitspapiere zur Ostasienwirtschaft, Nr. 60/2001.

 

Rupert F. Pritzel: Korruption, Rent-Seeking und organisiertes Verbrechen in Russland, in: List Forum für Wirtschafts- und Finanzpolitik, 1998, S. 198 – 218

 

Petra Stykow: Der Fall Russland: Korruption als Kollateralschaden der Transformation?, Vierteljahreshefte zur Wirtschaftsforschung, 2004-2, S. 247-261

 

Mark Levin and Georgy Satarov: Corruption and institutions in Russia, in: European Journal of Political Economy, Vol 16, 2000, S. 113-132

 

Transparency International: Global Corruption Report (up to 2003)


 

 

 

Themenverteilung

 

 

Nr.

Datum

Thema

Referent/in-Nr.

1

 

Liberalismus und Ordoliberalismus als Grundlage der Sozialen Marktwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland

59,63,84

2

 

Die Soziale Marktwirtschaft in Deutschland: Voraussetzungen für ihr Entstehen, ihre Leistungen und ihre Leistungsfähigkeit

73,61,81

3

 

Das Ziel der Vollbeschäftigung, empirische Befunde, Ursachen und  Maßnahmen zur Senkung der Arbeitslosigkeit in Deutschland

82,80,71

4

 

Altersicherung in Deutschland: Funktionsweise, aktuelle Probleme und Reformansätze

62,64,89

5

 

中德学院经济管理专业硕士生入学考试复试经济学试卷答案(2006)

同济大学中德学院                                                                              20063

 

2006年招收攻读硕士学位研究生入学考试专业复试试题

考试科目:经济学

 

考生编号_______________

 

总分_______________

(每小题5分,共50分)

写出下列概念的数学公式,并注意:

1)使用西方经济学教科书惯用的符号。否则请标出符号意义。

2)用数学方式。即使用文字,也须写成例如“平均成本=总成本/产量”形式。

      1. (dD/D)/(dp/p)  D:需求,p:价格)

      2. MR = MC 或边际收益=边际成本

      3. (dD1/D1)/(dp2/p2) < 0  D:需求,p:价格)

      4. dX1/dX2 _X1X2:两种消费品)

      5. dY/dL_  Y:产量,L:劳动)

      6. Y = ALaK1-a_Y:产量,L:劳动,K:资本)

      7. C = C (X1 $ X2) $ C 是常数 C:成本,X1X2:两种投入)

      8. ADCIG_ AD:总需求,C:消费,I:投资,G:政府支出)

      9. dS/dY $ 1-边际消费倾向 S:储蓄,Y:收入)_

      10. LLYr_L:货币需求,Y:收入,r:利率)

   

 

祝考试顺利!!!

发展经济学课程成绩

上海财经大学研究生部                                           授课教师:胡景北

2003-2004学年第二学期                                       

硕士研究生课程“发展经济学”

 

发展经济学

中国二元经济发展专题

 

编号

学号

文章分数

考试分数

总分

1

020006

35

35

70

2

020007

40

50

90

3

020008

35

45

80

4

020009

40

45

85

5

020010

25

45

70

6

020011

40

45

85

拍卖经济学课程论文要求

上海财经大学研究生部                                          授课教师:胡景北

2001-2002学年第二学期                                             教:许永国

硕士研究生课程“西方经济学专题”

 

拍卖经济学

课程论文的若干要求

 

1.     内容上,清楚地分为导论、主体和结论三个部分。

2.     结构上,清楚地列出题目、目录、正文和文献四个部分

3.    形式上,是一篇尽可能用自己的语言写成的接近科学论文形式的文章,而不是草稿、感想、议论、抄录或小品文。

4.正文字数不少于5000字,不多于10000字。

5.文献引用不少于5份。正文结束后列出的参考文献必须是正文中引用过的。正文中引用的所有文献必须在正文后列出。

6.正文中引用文献和加上特别说明时,请用脚注。脚注在全文内用阿拉伯数字连续编号。

7.所列出的表和图分别在全文连续编号并列出题目。  表和图都要列入目录。

8.编辑方法:

              A4纸,尽可能做到 每行40个汉字,每页40

              正文和文献部分连续加页码,页码加在每页的右下方。

              版面朴素、大方。

9.正文分节使用阿拉伯数字编号方式:

              1

              11

1.  2

        ……

10.文献引用方式:

       在正文内:

              用方括号注明有关文献的作者姓名,出版或发表年份。例如[吉利斯等,1998,第50],或[Harris/Todaro $ 1970]

在文末的文献部分:

              论文:作者姓名,出版或发表年份,文献名,载于“某杂志”期数,全文的开始和结束页码。

著作:作者姓名,出版或发表年份,文献名,出版社所在城市:出版社。

出版和发表的年份,以所引用的版本的年份为准。

文献的排列顺序以汉语拼音字母为序。中文和外文文献分别按此顺序排列。

 

注意:上述形式必须遵守,否则课程论文评分将不超过及格分。

期末考试的出题和答题依据是课程选修者撰写的课程论文,课程论文的正式稿将被发

放在网址 www.hujingbei.net 的相应位置上。

11. 有疑问的地方,请向教师(55510817)或助教(65608048)询问。

文化大革命和中国历史轮回(德文翻译)

注:司马涛先生(Prof. Dr. Thomas Zimmer)将我的2006年“夜话”第18期“文化大革命和中国历史轮回——文化大革命四十周年祭”全文翻译成德文,并将其发表在德国巴符州德中协会主办的《ChinaReport》第45期(20071月)上。司马涛先生还为此写了引言。我对司马涛先生表示感谢。译文经过我的校阅,但本文的最终有效文本是中文。

                                                                         胡景北 2007314

 

 

 

 

Die Kulturrevolution und die historischen Zyklen in China

– zum 40. Jahrestag der Kulturrevolution

 

Hu Jingbei (Shanghai)

 aus dem Chinesischen

mit einer Einleitung von Thomas Zimmer

 

Die Kulturrevolution ist nicht vergessen, und doch ist der 40. Jahrestag ihres Ausbruchs in China nahezu unbemerkt vorübergegangen. Ein geheimes Treffen chinesischer Wissenschaftler im Frühjahr 2006 in Peking, der eine oder andere Hinweis in der Presse, hin und wieder ein Buch zu dem traurigen Jubiläum (z.B. die Notizen des vormaligen Reporters der Volkszeitung Ji Xichen unter dem Titel Ein Zeitalter ohne historisches Vorbild, Peking 2006) – man schien nicht viel Aufhebens um die Erinnerung an die „zehn katastrophalen Jahre“ machen zu wollen. Dabei hat es in den 80er Jahren schon einmal die eine oder andere Veröffentlichung zur Kulturrevolution gegeben, doch damals wie heute (vgl. die eben angeführten Notizen des Reporters) handelt es sich vielfach um Darstellungen mit biographischem Schwerpunkt. Wie ein roter Faden ziehen sich die Schilderungen vom Leid der Opfer durch diese Werke. Die häufige Konzentration auf Angehörige des Pekinger Machtzirkels erlaubt zwar interessante Blicke hinter die Kulissen, doch wird dabei die Sicht auf die Verbreitung der Gewalt in der Gesellschaft insgesamt verstellt. Literarisch ist das Thema Kulturrevolution dagegen in einigen Werken der „Narbenliteratur“ ebenfalls in den 80er Jahren umgesetzt worden, doch nehmen sich des Zeithintergrundes gelegentlich auch noch Verfasser unserer Tage an, wie das Beispiel des vor einigen Jahren erschienenen Buches Geständnisse eines Rotgardisten von Liang Xiaosheng zeigt, in dem interessanterweise einmal eine „Täterperspektive“ geboten wird.

Theoretische Auseinandersetzungen mit der Kulturrevolution hat es in China dagegen nur gelegentlich zu Zeiten gegeben, in denen ein milderes politisches Klima herrschte. Ansonsten haben sich vornehmlich Exilchinesen, Autoren aus Taiwan und Hongkong sowie Sinologen mit dem Thema befasst und dazu etwas veröffentlicht.

Hu Jingbeis Artikel, der vor kurzem auf Hus chinesischer Internetseite erschienen ist und vielfältige Reaktionen der Leser ausgelöst hat, ist als der Versuch zu verstehen, der Diskussion über die Vergangenheit neue Impulse zu verleihen.

Der Gedanke, in den Erscheinungen der Kulturrevolution auch etwas Gutes zu sehen und die eruptive Gewalt von unten als demokratischen Impuls aufzufassen, ist in der chinesischen Diskussion nicht neu und immer wieder einmal von den Angehörigen der „Neuen Linken“ geäußert worden. Man mag das durchaus anders sehen: nach unserem westlichen Verständnis fehlt hier noch das eine oder andere fundamentale Element, um von einer „funktionierenden Demokratie“ sprechen zu können: die Beachtung eines demokratischen Verfahrens, die Einhaltung von Gesetzen, die Achtung der Würde anderer usw. Aber womöglich ist es gerade das, was Hu mit seinem Artikel bezweckt: das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass ein Bedürfnis der Menschen in China nach Demokratie weiterhin vorhanden ist, dass der Impuls, der damals in der Kulturrevolution schon deutlich existiert hat und dann allerdings in einer ungeregelten Form zum Ausdruck kam, noch wach ist und dass man in China heute endlich damit beginnen muß darüber nachzudenken, wie sich geregelte demokratische Abläufe entwerfen lassen, die für den Staat, die Partei und die Bürger gleichermaßen Verbindlichkeit besitzen.

 

 

Im Jahre 1966, vor genau 40 Jahren, begann die „Große Proletarische Kulturrevolution“, die Mao Zedong selbst in Gang gesetzt hatte und die er leitete. Ab diesem Jahr wurden an den Mittelschulen und Universitäten in ganz China keine neuen Schüler und Studenten mehr aufgenommen. Mehrere Millionen Absolventen der sechsjährigen Grundschule, die ursprünglich im Herbst 1966 hätten an den Mittelschulen Aufnahme finden sollen, mußten damit bis zum Jahr 1969 warten.

Ich hatte das Glück, im Jahre 1965 mit dem Besuch der Mittelschule begonnen zu haben, und obwohl es mir nicht beschieden war, die „Pariser Kommune“, die „Oktoberrevolution“ und „den Sieg über den Banditen Tschiang Kai-shek“ mitzuerleben, so durfte ich mich doch glücklich schätzen, die Mittelschule besuchen zu dürfen und die Kulturrevolution sowie die „Erledigung Liu Shaoqis“ hautnah mitverfolgen zu können. Zig Millionen von Schülern, Studenten und Menschen überall in China übten sich bis 1968 in der Revolution. In diesem Jahr zeigte sich, dass man mit der Revolution in eine Sackgasse geraten war, es waren das Land und die Dörfer, die zum einzigen Rückzugsort für die Schüler und Studenten aus den Städten wurden.

In meiner Erinnerung umfasst die Kulturrevolution die beiden Jahre von 1966 bis 1968 – eben die Jahre, in denen es besonders stürmisch zuging, in denen man weder die Schule besuchte noch arbeitete, sondern in denen alle Schüler und Studenten zu Berufsrevolutionären wurden. Wenn heute von den zehn Jahren der Kulturrevolution die Rede ist, dann beinhaltet das auch immer die sieben Jahre von 1969 bis 1976. Doch recht betrachtet, sind diese sieben Jahre für die „Roten Garden“, die „Anhänger Kapitalismus“ und die Geschichte Chinas von keiner allzu großen Bedeutung, denn sie bildeten nur den schwachen Ausläufer einer anfangs mächtigen Bewegung. Die Kulturrevolution existierte zu dieser Zeit nur noch dem Namen nach und allein aus dem Grunde, da Mao Zedong nicht den Mut besaß, ihr Ende zu verkünden.

Heute, vierzig Jahre später, kann ich mich immer noch deutlich an den Tag des 18. Oktober 1966 erinnern, als ich gemeinsam mit einer Million Roter Garden Zeuge davon wurde, wie unsere Parade von Mao Zedong abgenommen wurde. Mir fällt dabei wieder eine Szene aus Tolstois Krieg und Frieden ein, in der Rostov bei der Abnahme einer Parade durch den Zaren denkt, daß diese ganze riesige Armee zusammen mit ihm, Rostov (der sich bei aller Verbundenheit mit der Armee doch auch nur als winzigen und unbedeutenden Teil von dieser empfand), auf ein einziges Wort des Zaren hin für diesen durch das Feuer gehen, Verbrechen ausüben, sich todesmutig in den Kampf stürzen oder vielleicht auch heldenhafte Erfolge erzielen würde. Im Roman überkommt Rostov beim Anblick jenes Mannes, der dieses mächtige Wort verkörperte, ein Schauer. Jawohl, auch die Erinnerungen an die Kulturrevolution durch jene, die sie persönlich miterlebt haben, verursacht einem heute unwillkürlich Zittern und Herzklopfen. Tolstois Roman war vor Ausbruch der Kulturrevolution nicht verboten. Wenn also jemand wie ich, der damals im Jahre 1966 dreizehn Jahre alt war nicht wusste, dass mittels einer riesigen Massenbewegung ebenso großartige und heldenhafte Erfolge auf der einen Seite wie grausame und abscheuliche Verbrechen auf der anderen Seite hervorgerufen werden konnten, so mochte das angehen; aber sollten nicht wenigstens die Universitätsstudenten und die Erwachsenen, die Tolstoi gelesen hatten, davon etwas wissen? Unser Klassenlehrer war damals der Russischlehrer, der hatte doch bestimmt Tolstoi gelesen. Aber warum hatte er uns nicht beigebracht, dass die Aussage, eine „Massenbewegung besitzt von Natur aus Gültigkeit“ nicht unbedingt richtig war? Selbstverständlich wäre der Mann, wenn er diese Aussage damals zu Zeiten der Kulturrevolution gemacht hätte als Konterrevolutionär und Gegner der „Großen Proletarischen Kulturrevolution“ kritisiert und bekämpft worden. Doch warum hatte er mit uns nicht schon früher, bevor die Dinge so stark eskalierten, einmal über Tolstoi gesprochen? Heute bin ich selbst ein Erwachsener. Ich habe Tolstoi gelesen, und obgleich ich in einer Gesellschaft lebe, in der das Recht auf freie Rede beschnitten ist, muß ich doch anerkennen, daß es heute immerhin viel toleranter zugeht als zu den Zeiten der Kulturrevolution. Daher bin ich – immer eingedenk der Tatsache, dass man die Zukunft zwar nicht voraussagen kann, dass jedoch eine Wiederholung der Geschichte immer möglich ist – bereit, meine Erfahrungen über die Kulturrevolution mitzuteilen, und zwar nicht zuletzt den Jugendlichen und jungen Menschen, die die Kulturrevolution nicht verstehen können und denen auch mein Tagebuch aus jeder Zeit nichts mehr sagt.

Ich bin der Ansicht, dass die Kulturrevolution auf der einen Seite ein grausames Mittel darstellte, mit dem Mao Zedong die Herrschaft durch seine Person festigte; auf der anderen Seite stellte sie den barbarischen Versuch des chinesischen Volkes dar, eine ideale Gesellschaft zu errichten. Einerseits stellte die Kulturrevolution dadurch, dass sie die Verwirklichung des Kommunismus im 20. Jahrhundert auf die Spitze trieb, dessen Undurchführbarkeit unter Beweis; andererseits trieb sie die wechselhaften Veränderungen der chinesischen Geschichte im 20. Jahrhundert ins Extreme und verlieh dem künftigen historischen Fortschritt Chinas damit mehr Veränderungsmöglichkeiten und mehr Risiken. Die Besonderheit der Kulturrevolution besteht darin, dass sie eine Form des das ganze Volk umfassenden roten Terrors darstellt sowie eine Form teilweiser politischer Freiheit eben für das Volk. Ich werde meine Auffassungen zur Kulturrevolution und über ihre Verbindungen zu den historischen Kreisläufen in China besonders mit Blick auf diese beiden Besonderheiten entwickeln.

 

 

 

  1. Die Kulturrevolution: Roter Terror

 

Es steht vollkommen außer Frage, dass die Kulturrevolution eine der diktatorischsten Momente in der chinesischen Geschichte darstellt. In dieser Zeit waren allein die Taten und Gedanken Mao Zedongs der einzig gültige Maßstab für das Handeln und Denken. Alle Handlungen, die gegen Maos Worte und Gedanken verstießen, galten als konterrevolutionär und wurden unverzüglich unter Gewaltanwendung bestraft. Ähnliche Momente hatte es in der chinesischen Geschichte zwar bereits gegeben, doch war dabei nie solch ein hohes Maß an Gewalt wie in der Kulturrevolution an den Tag gelegt worden. Dies hatte seinen Grund darin, dass die Kulturrevolution im Vergleich zu den gewöhnlichen diktatorischen Erscheinungen in der Geschichte zwei klare Unterschiede aufwies: 1. Die Kulturrevolution trat in einer in höchstem Maße durchorganisierten Gesellschaft auf. Jeder Chinese war in Arbeitseinheiten der Fabriken, Schulen, Produktionsbrigaden usw. organisiert. Selbst die Belange der Alten und Kinder wurden in den Einwohnerkomitees oder den Produktionsbrigaden geregelt. Mittels eines Organisationssystems, das die Gesellschaft vollkommen durchdrang, gelangten die Gedanken Mao Zedongs vollkommen bis in die letzten Winkel der Gesellschaft. Da jeder jeden überwachte, konnten alle abschätzigen Worte und Taten gegenüber Mao Zedong aufgedeckt und öffentlich bestraft werden. Die Roten Garden stellten dabei eine jugendliche Massenorganisation dar, in der man Mao Zedong vollkommen verehrte. Es war eine ihrer obersten Aufgaben abschätzige Worte und Taten aufzudecken und zu ahnden. 2. Die Menschen in China erkannten die Herrschaft Maos nicht nur in ihren Gedanken an, sondern identifizierten sich mit ihr auch emotional. Mao Zedong galt als der große Retter Chinas. Jeden Morgen hörte man die Melodie „Der Osten ist rot“, die als eine „Vertonung der Worte des Vorsitzenden Mao“ eine der großen Besonderheit in der Kulturrevolution darstellte. Überall fanden Veranstaltungen statt, auf denen Menschen z.B. über die „Bitternis in der alten Gesellschaft“ klagten und der „Errungenschaften des neuen China“ gedachten. Oder man ließ sich über die eigenen seelischen Veränderungen vor dem Hintergrund der „Niederringung egoistischer Gedanken“ und der „Kritik am Revisionismus“ aus. Die totale Beherrschung selbst rein individuell-menschlicher Bereiche wie Schule und Studium, Arbeit, Kleidung und Freizeit – ja sogar die Liebe (d.h. die proletarische Liebe) durch die Politik führte dazu, dass gleichzeitig mit der starken Unterdrückung der alltäglichen Gefühle der Menschen die Bedürfnisse nach Liebe und seelischer Anteilnahme in individuelle Gefühle gegenüber Mao Zedong verwandelt wurden. Es war vor allem dieser zweite Aspekt, demzufolge die Überwachung jedes Menschen durch jeden anderen zu einem ganz bewußten Verhalten im Volke wurde. Und es war auch dieser zweite Aspekt, der später nach dem Tode Mao Zedongs dafür sorgte, dass Menschen, die Mao niemals persönlich begegnet waren, in großes Wehklagen ausbrachen und viele Tränen vergossen. Auch dass die Roten Garden, die nach 1968 viel durchzumachen hatten, ihre Gefühle gegenüber Mao Zedong nicht aufgeben konnten gleich der Mehrheit der Menschen, die die erste Liebe nicht vergisst, hat eben  hierin ihre Ursache.

Der Charakter der Herrschaft, die in der Kulturrevolution ausgeübt wurde, lässt sich mit einem Wort folgendermaßen umschreiben: „Roter Terror“ – übrigens eine Vokabel, derer sich die Roten Garden mit Stolz bedienten und die eine Art und Weise der Revolution bezeichnete, mit der die Verwirklichung der revolutionären Ideale garantiert wurde. Der Rote Terror stand im Gegensatz zu dem, was die Roten Garden mit Blick auf die 20er und 30er Jahre in China als den „Weißen Terror“ bezeichneten. Doch der Weiße Terror jener Zeit hatte immerhin noch dem Schriftsteller und Lehrer Lu Xun (1881-1936) eine Existenz ermöglicht, auch konnten die Professoren öffentlich ihre Ansichten verbreiten und bekunden, dass ihre Konzepte dem Marxismus zuzurechnen waren. Der Rote Terror dagegen legte fest, dass alle Worte und Taten, die nicht marxistisch waren, Ansichten darstellten, die gegen die Große Proletarische Kulturrevolution gerichtet waren. Daß solche Worte und Taten nicht öffentlich kundgetan werden durften, versteht sich von selbst. Doch selbst Partner, Kinder und Freunde, denen privat derartiges zur Kenntnis kam, waren aufgefordert, die Person, die das geäußert hatte, bekanntzugeben, denn derartige Äußerungen standen unter Strafe. Wichtiger ist aber, dass diese Bestrafungen zuallererst gewaltsam vorgenommen wurden und nicht auf die sprachliche und administrative Ebene beschränkt blieben. Daher trifft die Feststellung zu, dass der Rote Terror ein neues Ausmaß an Terror darstellte, wie man es bis dahin in der chinesischen Geschichte nicht gekannt hatte. Selbstverständlich war es auch vor der Kulturrevolution nicht erlaubt gewesen, nicht marxistische Auffassungen in der Presse und in den Hörsälen vorzutragen. Doch die Kulturrevolution wurde in dieser Hinsicht zu einem Extrem. Außer Mao Zedong und seinem Stellvertreter Lin Biao (1907-1971) musste jeder befürchten, da seine Schriften womöglich einmal einer kritischen Überprüfung unterworfen würden. Die Worte und Taten ganz gleich von wem konnten einer schonungslosen Offenlegung unterzogen werden, um zweifelhafte Dinge ans Tageslicht zu bringen, die gegen Mao gerichtet waren. Wurde tatsächlich etwas gefunden, dann musste der Betreffende nicht nur den Verlust seiner Würde befürchten, sondern hatte auch körperliche Verletzungen hinzunehmen. Der Selbstmord von vielen Schriftstellern und Intellektuellen wie Lao She (1899-1966) oder Fu Lei (1908-1966) in der Zeit der Kulturrevolution, der Tod von zahlreichen Männern wie Staatspräsident Liu Shaoqi (1898-1969) und dem ehemaligen Verteidigungsminister Peng Dehuai (1898-1974) hatte sicherlich nicht nur etwas mit dem Verlust der Würde zu tun, sondern lag zuvorderst daran, dass sie die körperliche Peinigung nicht länger ertragen konnten. An der Mittelschule Nr. 9, die ich in Nanking besuchte, haben sich während der Kulturrevolution eine ganze Reihe von Lehrern umgebracht. Der direkte Grund dafür war nicht die Kritik an ihnen auf Wandzeitungen, sondern die Gewalt, die man ihnen gegenüber ausübte oder mit der man ihnen drohte. Die Herrschaft, die in der Kulturrevolution ausgeübt wurde, war in besonderem Maße eine des Terrors, dies steht nicht nur heute außer Frage, daran wird auch in tausend Jahren niemand zweifeln können. Ganz gleich welche festlandschinesische Zeitung aus der Zeit zwischen 1966 und 1968 man aufschlägt – der erste Eindruck, den der Leser erhält, ist der des Terrors, der der absoluten Macht Maos, erkennbar allein schon an apodiktischen Bemerkungen wie der, daß Maos Äußerungen „Satz für Satz die Wahrheit“ bedeuteten. Weiter ist da noch die Form höchster Verehrung gegenüber Mao Zedong durch die Roten Garden und die gewöhnliche Bevölkerung Chinas anzuführen sowie die willkürliche Bezeichnung von Menschen als „kapitalistische Parteigänger“ oder „Ochsendämonen“ und „Schlangengeister“ und die daraus folgende Bestrafung. Das alles war Ausdruck eines inhumanen und vollkommen irrationalen Terrors.

 

 

  1. Teilweise politische Freiheit

 

Gleichzeitig mit der Konstatierung des Terror-Charakters der Kulturrevolution möchte ich auf den Aspekt der Freiheit verweisen. Im offiziellen Sprachgebrauch handelte es sich bei der Kulturrevolution um „Unruhen“. Unruhe führt zu heftigen Bewegungen, heftige Bewegungen wiederum legen Freiheiten nahe, sind ohne Handlungs- und Bewegungsfreiheit nicht vorstellbar. Wer wollte heftige Bewegungen ohne die Freiheit der Gedanken ausführen? Erst wenn man die Freiheit dazu hat, kann man sich ungehindert bewegen. Erst die unbehinderten Bewegungen von mehreren hundert Millionen Chinesen führten zu Unruhen. Doch die Freiheit der Handlung und der Gedanken, von der hier die Rede ist, muß mit den Phänomenen der Herrschaft und des Terrors, von denen im vorstehenden Abschnitt die Rede war, in Einklang gebracht werden. Ansonsten bleibt uns die Kulturrevolution unverständlich.

Die chinesische Herrschaft wird oft in abstrakter Form als staatliche Herrschaft oder als kaiserliche Herrschaft bezeichnet. Dies trifft zwar zu, doch muß noch konkret die soziale Herrschaft ergänzt werden. In China ist jede Arbeitseinheit despotisch, und die Regierung auf jeder Ebene verhält sich gegenüber denen, die von ihr regiert werden despotisch. Ein Chinese lebt nicht nur in einer abstrakten staatlichen Herrschaft, er lebt auch in der konkreten Herrschaft, die von der Arbeitseinheit und dem Einwohnerkomitee ausgeübt wird. Die Herrschaft, die ein gewöhnlicher Chinese im täglichen Leben erfährt, ist nicht die staatliche Ebene der Herrschaft, sondern die Herrschaft, wie sie von der Führung in Unternehmen, Dörfern, Behörden, Lehranstalten und dem Einwohnerkomitee ausgeht. In der Mehrzahl der Fälle wird ein gewöhnlicher Chinese nicht die im täglichen Verkehr erfahrene Form der Herrschaft direkt mit der staatlichen Herrschaft in Verbindung bringen. In China schätzt man die Figur des aufrechten Richterbeamten Bao Qingtian. In den klassischen Erzählungen und Romanen wird gerne beschrieben, wie die Menschen die Sänfte der Beamten aufhalten und ihre Klagen vorbringen. Der Grund dafür ist, dass es in den Augen der gewöhnlichen Chinesen eine riesige Diskrepanz zwischen der selbst erfahrenen Herrschaft in der Gesellschaft und der staatlichen Herrschaft, die sic

博士论文讨论班

上海财经大学研究生部                                      20012002学年第二学期

博士论文讨论班

                        ——报告人、报告时间与报告题目安排表

1.      刘宇伟 (99博士生,市场营销专业)33;《营销学范式变迁研究》;

向景 (99博士生,思想史专业)33;《中国国有企业内部人控制思想研究》

2. 王小文 (99秋博士生,西方经济学专业)312;《西方新政治经济学研究综述》

3. 鲁昌 (99秋博士生,西方经济学专业)319;《或有要求权定价理论研究》

4. 李静霞 (99秋博士生,西方经济学专业)326;《中国劳动力转移行为研究》

5. 彭文平 (00秋博士生,西方经济学专业)42;《经济发展中的金融贡献》;

6. 许永国 (00春博士生,西方经济学专业)49;《拍卖经济理论的基本框架及发展》

6. 胡景北教授416;《中国城市贫困的理论分析

7. 陈寒玉 (99秋博士生,会计学专业)423;《股权转让协议研究》

8. 周晖 (99秋博士生,管理学专业)516;《企业组织变革研究》

8. 王海侠 (00春博士生,西方经济学专业)523;《CCAPM模型与中国证券市场》;

9. 张志柏 (99秋博士生,金融学专业)530;《中国金融机构混业经营的制度设计》

        注意:时间改为星期四晚上18:30开始,地点见当晚第三教学楼的通知。

本研讨班以自由参加、自由报名的开放方式进行,报告时间安排也只是一个暂定计划,欢迎有兴趣的老师和同学随时报名参加。