发展经济学上课计划

上海财经大学研究生部                                           授课教师:胡景北

2003-2004学年第二学期                                       

硕士研究生课程“发展经济学”

发展经济学

中国二元经济发展专题

 

专题编号

  

报告人

1

02.25

 

课程介绍

发展经济学理论 I

胡景北

2

03.03

 

发展经济学理论 II

胡景北

3

03.10

1

中国二元经济发展理论

胡景北 

4

03.17

2

中国农村土地制度

杨开太、陆夏

5

03.24

3

中国农民与农民转移的统计研究

徐茂龙、姜健、江秀辉

6

03.31

4

农民转移过程中的工资决定

毛建宝、尹言技

7

发展经济学课程论文三

请点击下载:
upload/2007_07/07070617199617.doc

文化大革命和中国历史轮回(德文翻译)

注:司马涛先生(Prof. Dr. Thomas Zimmer)将我的2006年“夜话”第18期“文化大革命和中国历史轮回——文化大革命四十周年祭”全文翻译成德文,并将其发表在德国巴符州德中协会主办的《ChinaReport》第45期(20071月)上。司马涛先生还为此写了引言。我对司马涛先生表示感谢。译文经过我的校阅,但本文的最终有效文本是中文。

                                                                         胡景北 2007314

 

 

 

 

Die Kulturrevolution und die historischen Zyklen in China

– zum 40. Jahrestag der Kulturrevolution

 

Hu Jingbei (Shanghai)

 aus dem Chinesischen

mit einer Einleitung von Thomas Zimmer

 

Die Kulturrevolution ist nicht vergessen, und doch ist der 40. Jahrestag ihres Ausbruchs in China nahezu unbemerkt vorübergegangen. Ein geheimes Treffen chinesischer Wissenschaftler im Frühjahr 2006 in Peking, der eine oder andere Hinweis in der Presse, hin und wieder ein Buch zu dem traurigen Jubiläum (z.B. die Notizen des vormaligen Reporters der Volkszeitung Ji Xichen unter dem Titel Ein Zeitalter ohne historisches Vorbild, Peking 2006) – man schien nicht viel Aufhebens um die Erinnerung an die „zehn katastrophalen Jahre“ machen zu wollen. Dabei hat es in den 80er Jahren schon einmal die eine oder andere Veröffentlichung zur Kulturrevolution gegeben, doch damals wie heute (vgl. die eben angeführten Notizen des Reporters) handelt es sich vielfach um Darstellungen mit biographischem Schwerpunkt. Wie ein roter Faden ziehen sich die Schilderungen vom Leid der Opfer durch diese Werke. Die häufige Konzentration auf Angehörige des Pekinger Machtzirkels erlaubt zwar interessante Blicke hinter die Kulissen, doch wird dabei die Sicht auf die Verbreitung der Gewalt in der Gesellschaft insgesamt verstellt. Literarisch ist das Thema Kulturrevolution dagegen in einigen Werken der „Narbenliteratur“ ebenfalls in den 80er Jahren umgesetzt worden, doch nehmen sich des Zeithintergrundes gelegentlich auch noch Verfasser unserer Tage an, wie das Beispiel des vor einigen Jahren erschienenen Buches Geständnisse eines Rotgardisten von Liang Xiaosheng zeigt, in dem interessanterweise einmal eine „Täterperspektive“ geboten wird.

Theoretische Auseinandersetzungen mit der Kulturrevolution hat es in China dagegen nur gelegentlich zu Zeiten gegeben, in denen ein milderes politisches Klima herrschte. Ansonsten haben sich vornehmlich Exilchinesen, Autoren aus Taiwan und Hongkong sowie Sinologen mit dem Thema befasst und dazu etwas veröffentlicht.

Hu Jingbeis Artikel, der vor kurzem auf Hus chinesischer Internetseite erschienen ist und vielfältige Reaktionen der Leser ausgelöst hat, ist als der Versuch zu verstehen, der Diskussion über die Vergangenheit neue Impulse zu verleihen.

Der Gedanke, in den Erscheinungen der Kulturrevolution auch etwas Gutes zu sehen und die eruptive Gewalt von unten als demokratischen Impuls aufzufassen, ist in der chinesischen Diskussion nicht neu und immer wieder einmal von den Angehörigen der „Neuen Linken“ geäußert worden. Man mag das durchaus anders sehen: nach unserem westlichen Verständnis fehlt hier noch das eine oder andere fundamentale Element, um von einer „funktionierenden Demokratie“ sprechen zu können: die Beachtung eines demokratischen Verfahrens, die Einhaltung von Gesetzen, die Achtung der Würde anderer usw. Aber womöglich ist es gerade das, was Hu mit seinem Artikel bezweckt: das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass ein Bedürfnis der Menschen in China nach Demokratie weiterhin vorhanden ist, dass der Impuls, der damals in der Kulturrevolution schon deutlich existiert hat und dann allerdings in einer ungeregelten Form zum Ausdruck kam, noch wach ist und dass man in China heute endlich damit beginnen muß darüber nachzudenken, wie sich geregelte demokratische Abläufe entwerfen lassen, die für den Staat, die Partei und die Bürger gleichermaßen Verbindlichkeit besitzen.

 

 

Im Jahre 1966, vor genau 40 Jahren, begann die „Große Proletarische Kulturrevolution“, die Mao Zedong selbst in Gang gesetzt hatte und die er leitete. Ab diesem Jahr wurden an den Mittelschulen und Universitäten in ganz China keine neuen Schüler und Studenten mehr aufgenommen. Mehrere Millionen Absolventen der sechsjährigen Grundschule, die ursprünglich im Herbst 1966 hätten an den Mittelschulen Aufnahme finden sollen, mußten damit bis zum Jahr 1969 warten.

Ich hatte das Glück, im Jahre 1965 mit dem Besuch der Mittelschule begonnen zu haben, und obwohl es mir nicht beschieden war, die „Pariser Kommune“, die „Oktoberrevolution“ und „den Sieg über den Banditen Tschiang Kai-shek“ mitzuerleben, so durfte ich mich doch glücklich schätzen, die Mittelschule besuchen zu dürfen und die Kulturrevolution sowie die „Erledigung Liu Shaoqis“ hautnah mitverfolgen zu können. Zig Millionen von Schülern, Studenten und Menschen überall in China übten sich bis 1968 in der Revolution. In diesem Jahr zeigte sich, dass man mit der Revolution in eine Sackgasse geraten war, es waren das Land und die Dörfer, die zum einzigen Rückzugsort für die Schüler und Studenten aus den Städten wurden.

In meiner Erinnerung umfasst die Kulturrevolution die beiden Jahre von 1966 bis 1968 – eben die Jahre, in denen es besonders stürmisch zuging, in denen man weder die Schule besuchte noch arbeitete, sondern in denen alle Schüler und Studenten zu Berufsrevolutionären wurden. Wenn heute von den zehn Jahren der Kulturrevolution die Rede ist, dann beinhaltet das auch immer die sieben Jahre von 1969 bis 1976. Doch recht betrachtet, sind diese sieben Jahre für die „Roten Garden“, die „Anhänger Kapitalismus“ und die Geschichte Chinas von keiner allzu großen Bedeutung, denn sie bildeten nur den schwachen Ausläufer einer anfangs mächtigen Bewegung. Die Kulturrevolution existierte zu dieser Zeit nur noch dem Namen nach und allein aus dem Grunde, da Mao Zedong nicht den Mut besaß, ihr Ende zu verkünden.

Heute, vierzig Jahre später, kann ich mich immer noch deutlich an den Tag des 18. Oktober 1966 erinnern, als ich gemeinsam mit einer Million Roter Garden Zeuge davon wurde, wie unsere Parade von Mao Zedong abgenommen wurde. Mir fällt dabei wieder eine Szene aus Tolstois Krieg und Frieden ein, in der Rostov bei der Abnahme einer Parade durch den Zaren denkt, daß diese ganze riesige Armee zusammen mit ihm, Rostov (der sich bei aller Verbundenheit mit der Armee doch auch nur als winzigen und unbedeutenden Teil von dieser empfand), auf ein einziges Wort des Zaren hin für diesen durch das Feuer gehen, Verbrechen ausüben, sich todesmutig in den Kampf stürzen oder vielleicht auch heldenhafte Erfolge erzielen würde. Im Roman überkommt Rostov beim Anblick jenes Mannes, der dieses mächtige Wort verkörperte, ein Schauer. Jawohl, auch die Erinnerungen an die Kulturrevolution durch jene, die sie persönlich miterlebt haben, verursacht einem heute unwillkürlich Zittern und Herzklopfen. Tolstois Roman war vor Ausbruch der Kulturrevolution nicht verboten. Wenn also jemand wie ich, der damals im Jahre 1966 dreizehn Jahre alt war nicht wusste, dass mittels einer riesigen Massenbewegung ebenso großartige und heldenhafte Erfolge auf der einen Seite wie grausame und abscheuliche Verbrechen auf der anderen Seite hervorgerufen werden konnten, so mochte das angehen; aber sollten nicht wenigstens die Universitätsstudenten und die Erwachsenen, die Tolstoi gelesen hatten, davon etwas wissen? Unser Klassenlehrer war damals der Russischlehrer, der hatte doch bestimmt Tolstoi gelesen. Aber warum hatte er uns nicht beigebracht, dass die Aussage, eine „Massenbewegung besitzt von Natur aus Gültigkeit“ nicht unbedingt richtig war? Selbstverständlich wäre der Mann, wenn er diese Aussage damals zu Zeiten der Kulturrevolution gemacht hätte als Konterrevolutionär und Gegner der „Großen Proletarischen Kulturrevolution“ kritisiert und bekämpft worden. Doch warum hatte er mit uns nicht schon früher, bevor die Dinge so stark eskalierten, einmal über Tolstoi gesprochen? Heute bin ich selbst ein Erwachsener. Ich habe Tolstoi gelesen, und obgleich ich in einer Gesellschaft lebe, in der das Recht auf freie Rede beschnitten ist, muß ich doch anerkennen, daß es heute immerhin viel toleranter zugeht als zu den Zeiten der Kulturrevolution. Daher bin ich – immer eingedenk der Tatsache, dass man die Zukunft zwar nicht voraussagen kann, dass jedoch eine Wiederholung der Geschichte immer möglich ist – bereit, meine Erfahrungen über die Kulturrevolution mitzuteilen, und zwar nicht zuletzt den Jugendlichen und jungen Menschen, die die Kulturrevolution nicht verstehen können und denen auch mein Tagebuch aus jeder Zeit nichts mehr sagt.

Ich bin der Ansicht, dass die Kulturrevolution auf der einen Seite ein grausames Mittel darstellte, mit dem Mao Zedong die Herrschaft durch seine Person festigte; auf der anderen Seite stellte sie den barbarischen Versuch des chinesischen Volkes dar, eine ideale Gesellschaft zu errichten. Einerseits stellte die Kulturrevolution dadurch, dass sie die Verwirklichung des Kommunismus im 20. Jahrhundert auf die Spitze trieb, dessen Undurchführbarkeit unter Beweis; andererseits trieb sie die wechselhaften Veränderungen der chinesischen Geschichte im 20. Jahrhundert ins Extreme und verlieh dem künftigen historischen Fortschritt Chinas damit mehr Veränderungsmöglichkeiten und mehr Risiken. Die Besonderheit der Kulturrevolution besteht darin, dass sie eine Form des das ganze Volk umfassenden roten Terrors darstellt sowie eine Form teilweiser politischer Freiheit eben für das Volk. Ich werde meine Auffassungen zur Kulturrevolution und über ihre Verbindungen zu den historischen Kreisläufen in China besonders mit Blick auf diese beiden Besonderheiten entwickeln.

 

 

 

  1. Die Kulturrevolution: Roter Terror

 

Es steht vollkommen außer Frage, dass die Kulturrevolution eine der diktatorischsten Momente in der chinesischen Geschichte darstellt. In dieser Zeit waren allein die Taten und Gedanken Mao Zedongs der einzig gültige Maßstab für das Handeln und Denken. Alle Handlungen, die gegen Maos Worte und Gedanken verstießen, galten als konterrevolutionär und wurden unverzüglich unter Gewaltanwendung bestraft. Ähnliche Momente hatte es in der chinesischen Geschichte zwar bereits gegeben, doch war dabei nie solch ein hohes Maß an Gewalt wie in der Kulturrevolution an den Tag gelegt worden. Dies hatte seinen Grund darin, dass die Kulturrevolution im Vergleich zu den gewöhnlichen diktatorischen Erscheinungen in der Geschichte zwei klare Unterschiede aufwies: 1. Die Kulturrevolution trat in einer in höchstem Maße durchorganisierten Gesellschaft auf. Jeder Chinese war in Arbeitseinheiten der Fabriken, Schulen, Produktionsbrigaden usw. organisiert. Selbst die Belange der Alten und Kinder wurden in den Einwohnerkomitees oder den Produktionsbrigaden geregelt. Mittels eines Organisationssystems, das die Gesellschaft vollkommen durchdrang, gelangten die Gedanken Mao Zedongs vollkommen bis in die letzten Winkel der Gesellschaft. Da jeder jeden überwachte, konnten alle abschätzigen Worte und Taten gegenüber Mao Zedong aufgedeckt und öffentlich bestraft werden. Die Roten Garden stellten dabei eine jugendliche Massenorganisation dar, in der man Mao Zedong vollkommen verehrte. Es war eine ihrer obersten Aufgaben abschätzige Worte und Taten aufzudecken und zu ahnden. 2. Die Menschen in China erkannten die Herrschaft Maos nicht nur in ihren Gedanken an, sondern identifizierten sich mit ihr auch emotional. Mao Zedong galt als der große Retter Chinas. Jeden Morgen hörte man die Melodie „Der Osten ist rot“, die als eine „Vertonung der Worte des Vorsitzenden Mao“ eine der großen Besonderheit in der Kulturrevolution darstellte. Überall fanden Veranstaltungen statt, auf denen Menschen z.B. über die „Bitternis in der alten Gesellschaft“ klagten und der „Errungenschaften des neuen China“ gedachten. Oder man ließ sich über die eigenen seelischen Veränderungen vor dem Hintergrund der „Niederringung egoistischer Gedanken“ und der „Kritik am Revisionismus“ aus. Die totale Beherrschung selbst rein individuell-menschlicher Bereiche wie Schule und Studium, Arbeit, Kleidung und Freizeit – ja sogar die Liebe (d.h. die proletarische Liebe) durch die Politik führte dazu, dass gleichzeitig mit der starken Unterdrückung der alltäglichen Gefühle der Menschen die Bedürfnisse nach Liebe und seelischer Anteilnahme in individuelle Gefühle gegenüber Mao Zedong verwandelt wurden. Es war vor allem dieser zweite Aspekt, demzufolge die Überwachung jedes Menschen durch jeden anderen zu einem ganz bewußten Verhalten im Volke wurde. Und es war auch dieser zweite Aspekt, der später nach dem Tode Mao Zedongs dafür sorgte, dass Menschen, die Mao niemals persönlich begegnet waren, in großes Wehklagen ausbrachen und viele Tränen vergossen. Auch dass die Roten Garden, die nach 1968 viel durchzumachen hatten, ihre Gefühle gegenüber Mao Zedong nicht aufgeben konnten gleich der Mehrheit der Menschen, die die erste Liebe nicht vergisst, hat eben  hierin ihre Ursache.

Der Charakter der Herrschaft, die in der Kulturrevolution ausgeübt wurde, lässt sich mit einem Wort folgendermaßen umschreiben: „Roter Terror“ – übrigens eine Vokabel, derer sich die Roten Garden mit Stolz bedienten und die eine Art und Weise der Revolution bezeichnete, mit der die Verwirklichung der revolutionären Ideale garantiert wurde. Der Rote Terror stand im Gegensatz zu dem, was die Roten Garden mit Blick auf die 20er und 30er Jahre in China als den „Weißen Terror“ bezeichneten. Doch der Weiße Terror jener Zeit hatte immerhin noch dem Schriftsteller und Lehrer Lu Xun (1881-1936) eine Existenz ermöglicht, auch konnten die Professoren öffentlich ihre Ansichten verbreiten und bekunden, dass ihre Konzepte dem Marxismus zuzurechnen waren. Der Rote Terror dagegen legte fest, dass alle Worte und Taten, die nicht marxistisch waren, Ansichten darstellten, die gegen die Große Proletarische Kulturrevolution gerichtet waren. Daß solche Worte und Taten nicht öffentlich kundgetan werden durften, versteht sich von selbst. Doch selbst Partner, Kinder und Freunde, denen privat derartiges zur Kenntnis kam, waren aufgefordert, die Person, die das geäußert hatte, bekanntzugeben, denn derartige Äußerungen standen unter Strafe. Wichtiger ist aber, dass diese Bestrafungen zuallererst gewaltsam vorgenommen wurden und nicht auf die sprachliche und administrative Ebene beschränkt blieben. Daher trifft die Feststellung zu, dass der Rote Terror ein neues Ausmaß an Terror darstellte, wie man es bis dahin in der chinesischen Geschichte nicht gekannt hatte. Selbstverständlich war es auch vor der Kulturrevolution nicht erlaubt gewesen, nicht marxistische Auffassungen in der Presse und in den Hörsälen vorzutragen. Doch die Kulturrevolution wurde in dieser Hinsicht zu einem Extrem. Außer Mao Zedong und seinem Stellvertreter Lin Biao (1907-1971) musste jeder befürchten, da seine Schriften womöglich einmal einer kritischen Überprüfung unterworfen würden. Die Worte und Taten ganz gleich von wem konnten einer schonungslosen Offenlegung unterzogen werden, um zweifelhafte Dinge ans Tageslicht zu bringen, die gegen Mao gerichtet waren. Wurde tatsächlich etwas gefunden, dann musste der Betreffende nicht nur den Verlust seiner Würde befürchten, sondern hatte auch körperliche Verletzungen hinzunehmen. Der Selbstmord von vielen Schriftstellern und Intellektuellen wie Lao She (1899-1966) oder Fu Lei (1908-1966) in der Zeit der Kulturrevolution, der Tod von zahlreichen Männern wie Staatspräsident Liu Shaoqi (1898-1969) und dem ehemaligen Verteidigungsminister Peng Dehuai (1898-1974) hatte sicherlich nicht nur etwas mit dem Verlust der Würde zu tun, sondern lag zuvorderst daran, dass sie die körperliche Peinigung nicht länger ertragen konnten. An der Mittelschule Nr. 9, die ich in Nanking besuchte, haben sich während der Kulturrevolution eine ganze Reihe von Lehrern umgebracht. Der direkte Grund dafür war nicht die Kritik an ihnen auf Wandzeitungen, sondern die Gewalt, die man ihnen gegenüber ausübte oder mit der man ihnen drohte. Die Herrschaft, die in der Kulturrevolution ausgeübt wurde, war in besonderem Maße eine des Terrors, dies steht nicht nur heute außer Frage, daran wird auch in tausend Jahren niemand zweifeln können. Ganz gleich welche festlandschinesische Zeitung aus der Zeit zwischen 1966 und 1968 man aufschlägt – der erste Eindruck, den der Leser erhält, ist der des Terrors, der der absoluten Macht Maos, erkennbar allein schon an apodiktischen Bemerkungen wie der, daß Maos Äußerungen „Satz für Satz die Wahrheit“ bedeuteten. Weiter ist da noch die Form höchster Verehrung gegenüber Mao Zedong durch die Roten Garden und die gewöhnliche Bevölkerung Chinas anzuführen sowie die willkürliche Bezeichnung von Menschen als „kapitalistische Parteigänger“ oder „Ochsendämonen“ und „Schlangengeister“ und die daraus folgende Bestrafung. Das alles war Ausdruck eines inhumanen und vollkommen irrationalen Terrors.

 

 

  1. Teilweise politische Freiheit

 

Gleichzeitig mit der Konstatierung des Terror-Charakters der Kulturrevolution möchte ich auf den Aspekt der Freiheit verweisen. Im offiziellen Sprachgebrauch handelte es sich bei der Kulturrevolution um „Unruhen“. Unruhe führt zu heftigen Bewegungen, heftige Bewegungen wiederum legen Freiheiten nahe, sind ohne Handlungs- und Bewegungsfreiheit nicht vorstellbar. Wer wollte heftige Bewegungen ohne die Freiheit der Gedanken ausführen? Erst wenn man die Freiheit dazu hat, kann man sich ungehindert bewegen. Erst die unbehinderten Bewegungen von mehreren hundert Millionen Chinesen führten zu Unruhen. Doch die Freiheit der Handlung und der Gedanken, von der hier die Rede ist, muß mit den Phänomenen der Herrschaft und des Terrors, von denen im vorstehenden Abschnitt die Rede war, in Einklang gebracht werden. Ansonsten bleibt uns die Kulturrevolution unverständlich.

Die chinesische Herrschaft wird oft in abstrakter Form als staatliche Herrschaft oder als kaiserliche Herrschaft bezeichnet. Dies trifft zwar zu, doch muß noch konkret die soziale Herrschaft ergänzt werden. In China ist jede Arbeitseinheit despotisch, und die Regierung auf jeder Ebene verhält sich gegenüber denen, die von ihr regiert werden despotisch. Ein Chinese lebt nicht nur in einer abstrakten staatlichen Herrschaft, er lebt auch in der konkreten Herrschaft, die von der Arbeitseinheit und dem Einwohnerkomitee ausgeübt wird. Die Herrschaft, die ein gewöhnlicher Chinese im täglichen Leben erfährt, ist nicht die staatliche Ebene der Herrschaft, sondern die Herrschaft, wie sie von der Führung in Unternehmen, Dörfern, Behörden, Lehranstalten und dem Einwohnerkomitee ausgeht. In der Mehrzahl der Fälle wird ein gewöhnlicher Chinese nicht die im täglichen Verkehr erfahrene Form der Herrschaft direkt mit der staatlichen Herrschaft in Verbindung bringen. In China schätzt man die Figur des aufrechten Richterbeamten Bao Qingtian. In den klassischen Erzählungen und Romanen wird gerne beschrieben, wie die Menschen die Sänfte der Beamten aufhalten und ihre Klagen vorbringen. Der Grund dafür ist, dass es in den Augen der gewöhnlichen Chinesen eine riesige Diskrepanz zwischen der selbst erfahrenen Herrschaft in der Gesellschaft und der staatlichen Herrschaft, die sic

拍卖经济学课程论文要求

上海财经大学研究生部                                          授课教师:胡景北

2001-2002学年第二学期                                             教:许永国

硕士研究生课程“西方经济学专题”

 

拍卖经济学

课程论文的若干要求

 

1.     内容上,清楚地分为导论、主体和结论三个部分。

2.     结构上,清楚地列出题目、目录、正文和文献四个部分

3.    形式上,是一篇尽可能用自己的语言写成的接近科学论文形式的文章,而不是草稿、感想、议论、抄录或小品文。

4.正文字数不少于5000字,不多于10000字。

5.文献引用不少于5份。正文结束后列出的参考文献必须是正文中引用过的。正文中引用的所有文献必须在正文后列出。

6.正文中引用文献和加上特别说明时,请用脚注。脚注在全文内用阿拉伯数字连续编号。

7.所列出的表和图分别在全文连续编号并列出题目。  表和图都要列入目录。

8.编辑方法:

              A4纸,尽可能做到 每行40个汉字,每页40

              正文和文献部分连续加页码,页码加在每页的右下方。

              版面朴素、大方。

9.正文分节使用阿拉伯数字编号方式:

              1

              11

1.  2

        ……

10.文献引用方式:

       在正文内:

              用方括号注明有关文献的作者姓名,出版或发表年份。例如[吉利斯等,1998,第50],或[Harris/Todaro $ 1970]

在文末的文献部分:

              论文:作者姓名,出版或发表年份,文献名,载于“某杂志”期数,全文的开始和结束页码。

著作:作者姓名,出版或发表年份,文献名,出版社所在城市:出版社。

出版和发表的年份,以所引用的版本的年份为准。

文献的排列顺序以汉语拼音字母为序。中文和外文文献分别按此顺序排列。

 

注意:上述形式必须遵守,否则课程论文评分将不超过及格分。

期末考试的出题和答题依据是课程选修者撰写的课程论文,课程论文的正式稿将被发

放在网址 www.hujingbei.net 的相应位置上。

11. 有疑问的地方,请向教师(55510817)或助教(65608048)询问。

拍卖经济学上课计划

上海财经大学研究生部                                          授课教师:胡景北

2001-2002学年第二学期                                             教:许永国

硕士研究生课程“西方经济学专题”

 

拍卖经济学

 

  

报告人

1

02.27

课程介绍

拍卖经济学基本理论

胡景北

2

03.06

拍卖经济学基本理论

胡景北/许永国

3

03.13

机动

――――

4

03.20

拍卖与竞价过程的博弈分析

 

5

03.27

最优拍卖机制与收入等价原理

 

6

04.03

最优拍卖的简单经济学

 

7

04.10

风险厌恶下的拍卖分析

 

8

04.17

估值相关下的拍卖理论

 

9

04.24

共同价值拍卖

 

10

05.01

国定假日

发展经济学课程成绩

上海财经大学研究生部                                           授课教师:胡景北

2003-2004学年第二学期                                       

硕士研究生课程“发展经济学”

 

发展经济学

中国二元经济发展专题

 

编号

学号

文章分数

考试分数

总分

1

020006

35

35

70

2

020007

40

50

90

3

020008

35

45

80

4

020009

40

45

85

5

020010

25

45

70

6

020011

40

45

85

发展经济学课程论文二十一

请点击下载:
upload/2007_07/07070619501115.doc

博士论文讨论班

上海财经大学研究生部                                      20012002学年第二学期

博士论文讨论班

                        ——报告人、报告时间与报告题目安排表

1.      刘宇伟 (99博士生,市场营销专业)33;《营销学范式变迁研究》;

向景 (99博士生,思想史专业)33;《中国国有企业内部人控制思想研究》

2. 王小文 (99秋博士生,西方经济学专业)312;《西方新政治经济学研究综述》

3. 鲁昌 (99秋博士生,西方经济学专业)319;《或有要求权定价理论研究》

4. 李静霞 (99秋博士生,西方经济学专业)326;《中国劳动力转移行为研究》

5. 彭文平 (00秋博士生,西方经济学专业)42;《经济发展中的金融贡献》;

6. 许永国 (00春博士生,西方经济学专业)49;《拍卖经济理论的基本框架及发展》

6. 胡景北教授416;《中国城市贫困的理论分析

7. 陈寒玉 (99秋博士生,会计学专业)423;《股权转让协议研究》

8. 周晖 (99秋博士生,管理学专业)516;《企业组织变革研究》

8. 王海侠 (00春博士生,西方经济学专业)523;《CCAPM模型与中国证券市场》;

9. 张志柏 (99秋博士生,金融学专业)530;《中国金融机构混业经营的制度设计》

        注意:时间改为星期四晚上18:30开始,地点见当晚第三教学楼的通知。

本研讨班以自由参加、自由报名的开放方式进行,报告时间安排也只是一个暂定计划,欢迎有兴趣的老师和同学随时报名参加。

关于博士生入学考试的说明

说  明

  本栏目列出了上海财经大学博士生入学考试的“经济学”科目的两份试卷。一份试卷用于2000年,一份试卷用于2002年。在2000年,上海财经大学只有少数博士招生专业需要考核“经济学”;而在2002,该校大部分博士招生专业必须考核“经济学”。估计2002年状况在最近的将来会延续下去。上海财经大学博士生入学“经济学”试卷的设计和出题,首先考虑的是上海财经大学硕士生的经济学教学状况。大约从2000年开始,朱保华先生负责起上海财经大学硕士生的“西方经济学”教学工作。大约与此同时,我受上海财经大学研究生部的委托,开始负责博士生入学考试的“经济学”试卷设计和出题。在朱保华领导下,经过胡永刚、孙经纬、王根蓓、伍山林等教师的具体工作,上海财经大学的西方经济学教学水准迅速提高,与国际一流大学水平的差距迅速缩小。因此,博士生入学考试的“经济学”试卷也迅速改观。当然,考虑到外校和早先毕业的同志的报考、考虑到各博士招生专业的不同要求,上海财经大学的“经济学”试卷设计又和该校的硕士研究生教学有一些区别。此外,为了让各专业的导师有足够多的机会遴选学生,“经济学”试卷的判卷结果将保证70%的及格率。具体做法是如果第一次判卷结果达到或超过了70%的及格率(可惜至今还没有出现过),便维持原状;如果低于70%的及格率,则所有考生的分数按统一比例提高。

  硕士研究生的西方经济学教学工作和博士入学的“经济学”科目试卷的设计工作直接为学生、考生服务。我们的服务质量既和我们的内在动力、也和学生、考生以及所有人外在压力有关。在这里,试卷作为一种特殊的服务产品,其质量可以直接得到评判。由于外在压力是产品质量提高和稳定的必不可少的条件,因此,我欢迎对2002年“经济学”试卷的批评和改进的建议。

                                       胡景北                                  2002年10月30日

----------------------

附件一:

经 济 学 试 题

2000年博士研究生入学考试试题)

1、假定陈某人一家住公房50平方米。房改后每月房租每平方米提高了4元,同时他家又从政府领到房改津贴共200/月。

(1) 请做图并分析住房制度改革对陈某人的各种影响。

(2) 假定社会上很多人的情况与陈某人相似,还有一部分人所住的公房面积比陈某人更大或更小,请作图并分析住房改革制度改革的社会和经济意义。

 

2、    1)在制定市场的法规和制度时,是否应鼓励竞争?为什么?

(2) 用微观经济学理论和曲线图分析竞争与效率之间的关系。

 

3、(1)试分析为什么环境保护不能通过市场竞争来解决。

2)试用微观经济学理论简要分析政府保护环境的几种政策措施。

 

4作图并简要分析政府的扩张性财政政策

(1) 在短期中的各种效果

(2) 在长期中的各种效果

 

5作图并简要分析在一资本高度流动、实行浮动汇率制的开放经济中,中央银行增加货币供应对宏观经济的各种影响。

 

6试简要分析宏观经济学理论目前在中国是否有用?

 (第3、第6二题各为16分,其余各题均为17分)

 

附件二:

File name: 博士入学考试200210

经 济 学 试 题

2002年10月博士研究生入学考试试题) 

 答案请用另纸,并请在各题的答案前标明相应的题号

注意:需要用公式和图形表示的,请注明所使用符号的意义

 每题25

 1.  法国经济学家瓦尔拉(L.Walras)最早研究了竞争性市场体系的均衡问题并提出了瓦尔拉法则(Walras Law)。试证明瓦尔拉法则,并说明瓦尔拉均衡的存在性。

 2.  纳什均衡(Nash Equilibrium)是现代经济学的一个重要概念。试说明在基本的策略式博弈(Strategic form games)中纳什均衡的概念,以及它在纯策略博弈(pure strategic form games)和混合策略博弈(mixed strategic form games)中存在的可能性。 

3.  在凯恩斯经济理论中 $ 总需求变化是宏观经济波动和失业的主要来源。但只有在总供给方面存在刚性或劳动市场、商品市场存在不完全竞争、使得总供给不能够灵活地相应变化的时候,总需求的变化才会造成失业。请从至少四个方面说明工资或价格刚性、劳动市场或商品市场的不完全竞争如何使得总需求的变化造成失业。 

4.  经济学家在二十世纪五十年代就明确发现人力资本对一个国家经济发展的作用,但只有在把它引入生产函数和经济增长理论后,经济学家才能够对这个概念做出一定的定量分析。请用新古典生产函数和通常的新古典假定,建立简单的人力资本模型,并证明这个模型在长期中存在均衡点。

 

  请点击进入博考讨论区:http://www.hujingbei.net/hjb2006/jiaoxueziyuan/cd/2002-031/PhDcourse/bbs/display.asp

发展经济学课程论文写作规范

上海财经大学研究生部

20032004学年第二学期                                                                                                     指导教师:胡景北

 

 

硕士研究生课程“发展经济学”

中国二元经济发展专题

 

撰写课程论文的若干要求

 

1.     课程论文的标准是类似于一篇可以在专业杂志上发表的综述文章。

2 课程论文是期末考试出题和答题的依据,所以,课程论文的主要目的是准确地和简洁地阐述参考文献的主要观点、论证思路和论据。

因此,课程论文不是重复文献内的所有章节、无须罗列文献的所有观点,而是抓住与所讨论专题直接相关的主要观点主要论据加以理解并且用自己的语言简洁地阐述出来。

3 内容上,清楚地分为导论、主体和结论三个部分(结论部分可以不写)

导论内容:问题的提出

主体内容:参考文献对问题的切入点、前提、逻辑推导过程、基本结果

结论:本人的评论和其他作者的评论 

4.   结构上,清楚地列出题目、目录、正文和文献四个部分 

5.  形式上,是一篇用自己的语言写成的科学论文或准科学论文,而不是草稿、感想、议论、抄录或小品文,也不是没有论证过程、没有理解的摘录。 

6.  课程论文封面统一,但作者自定论文题目。 

7.  正文字数不少于7000字,不多于10000字。 

8.  引用的文献不得少于5份。 

9.  正文后列出的参考文献必须是正文中引用过的。正文中引用的所有文献必须在正文后列出。 

10.正文中引用文献和加上特别说明时,请用脚注。

    脚注在全文内用阿拉伯数字连续编号。脚注放在每页的下方。 

11.所列出的表和图分别在全文连续编号并列出题目。编号方式为

              1  表名                                        1  图名

              2 表名                                        2 图名

       表和图都要列入目录

12.编辑方法:

       A4纸,尽可能做到每行40个汉字,每页40行,正文和文献部分连续加页码,页码加在每页的右下方。版面朴素、大方。不加页眉。 

13.正文分节编号方式:

              1

              11

1.  2

2.   

 

14.文献引用方式:

       在脚注内:

              论文:作者姓名,出版或发表年份,页码

著作:作者姓名,出版或发表年份,页码

如本文献的出处和上一脚注完全相同(除页码外),则用:同上注,页码。如本

文献的出处和上面某一脚注(如注5)完全相同(除页码外),则用:同注5,页码。

在文末的文献部分:

              论文:作者姓名,出版或发表年份,文献名,载于“某杂志”卷数、期数,全文的开始和结束页码

著作:作者姓名,出版或发表年份,文献名,出版社所在城市:出版社。

出版和发表的年份,以所引用版本的年份为准。

       文献的排列顺序以汉语拼音字母为序。中文和外文文献分别按此顺序排列。

       如果作者姓名是拉丁文字,则列出作者姓、名字的第一个字母或两个名字的第一个字母,如 Friedman $ M. 或者 Keynes $ J.M.

如果同一作品的作者很多,若不超过三位,则全部列出,各作者间用 “/”分隔;若超过三位,则列出前三位作者,并在后面加上“等”或 et al.” 

15,其它未尽事项,请尽可能按照严格的学术规范行为。

 

(附:课程论文封面页)

上海财经大学研究生部                                                                                                                  专题:5         

20032004学年第二学期                                                                                          “发展经济学”课程论文

指导教师:胡景北

 

 

 

  

 

 

 

作者名(学号)

 

 

 

 

 

 

  

 

1         导论  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .   1

 

2         正文第一节  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

2.1                第一节第一小节  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

2.1.1     第一节第一小节第一大段  . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

212  第一节第一小节第二大段  . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

22              第一节第二小节  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

23              . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

 

3          . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

 

4         结论  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  

 

5         参考文献  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

 

1        表名   . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 

2        表名   . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 

 

1        图名   . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 

2        图名   . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .